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Hönninger Referenzen: Die Revitalisierung des House Mandlstraße in München-Schwabing
5. Juni 2026
„Jeder, der durch München geht, hat unsere Arbeit schon gesehen.“
Manche Gebäude erzählen ihre Geschichte schon von außen. Der denkmalgeschützte Neobarockbau in der Schwabinger Mandlstraße gehört dazu. Seit 1905 prägt er sein Viertel zwischen Englischem Garten und Schwabinger Bach, zunächst als Privatklinik, später als Tagungshaus der Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft. Zuletzt erhielt das Haus noch einmal ein vollständig neues Innenleben. Dieses anspruchsvolle Kapitel hat die Hönninger Bauunternehmung mitgeschrieben, ein gutes Beispiel dafür, wie breit das Spektrum des Familienunternehmens ist, das seit über 75 Jahren das Münchner Stadtbild mitgestaltet.

Ein Haus mit bewegter Geschichte
Die Geschichte des House Mandlstraße reicht weit zurück. Der dreigeschossige Walmdachbau im Stil des Neobarock wurde 1905 errichtet und diente zunächst als Privatklinik. 1974 erwarb die Münchener Rück das Anwesen und ließ es ab Mitte der 1970er-Jahre zu einer Tagungs- und Konferenzstätte umbauen. Die Gebäudehülle des Hauptgebäudes steht bis heute unter Denkmalschutz, und auch die umgebenden Außenanlagen blieben über die Jahrzehnte weitgehend in ihrer ursprünglichen Form erhalten.

Vom Tagungshaus zum zeitgemäßen Treffpunkt
Mit den Jahren waren die Räume in die Jahre gekommen. Ziel der Revitalisierung war es, das denkmalgeschützte Gebäude behutsam in die Gegenwart zu führen, ohne ihm seinen Charakter zu nehmen. Dafür wurde das Haus im Inneren vollständig entkernt und über einen neuen Eingang an der Südseite erschlossen. Zwischen dem Bestand und dem Schwabinger Bach entstand ein eingeschossiger Anbau, der gemeinsam mit dem Gartengeschoss ein Restaurant mit darüberliegender Terrasse aufnahm.
In den Geschossen darüber fanden vor allem Tagungsräume Platz. Im Dachgeschoss entstand mit Blick zum Englischen Garten eine Lounge-Bar für Besprechungen in entspannter Atmosphäre. Die Pläne dazu stammten von den Münchner aichner kazzer architekten.

Anspruchsvoll bis ins Detail: Bauen im Bestand
Der besondere Reiz und zugleich die größte Herausforderung lagen im Bestand. Die vorhandene Tragstruktur stammte aus den 1970er-Jahren, die Mauerwerksfassade in Teilen noch aus der ursprünglichen Bauzeit. In ein solches Gefüge einzugreifen verlangt Erfahrung und Genauigkeit.
Die größten Eingriffe fanden im Gartengeschoss statt. Hier entstand der neue Haupteingang, der das Haus über eine zweigeschossige Lobby großzügig öffnete. Zum Anbau hin wurde die Ostfassade weit geöffnet. Der Anbau selbst erhielt einen massiven Betonsockel, vorgehängte Sichtbeton-Fertigteile und eine Holz-Hybrid-Bauweise. An der Südseite kehrten die beiden ursprünglichen Balkone zurück, auch die historische Fensterteilung wurde rekonstruiert. So fügten sich erhaltenes Denkmal und moderne Ergänzung zu einem stimmigen Ganzen.

Die Leistungen der Hönninger Bauunternehmung
Mit der baulichen Umsetzung war die E. Hönninger Bauunternehmung betraut. Das Leistungspaket umfasste unter anderem:
- die komplette Baustelleneinrichtung einschließlich Baustrom, Bauwasser und Bauabwasser
- umfangreiche Erdarbeiten auf dem innerstädtischen Grundstück
- Beton- und Stahlbetonarbeiten, etwa für die neue Bodenplatte aus WU-Beton
- Kanal- und Grundleitungsbau für die vollständig neu erstellte Versorgungstechnik
- Arbeiten im Rahmen der Sanierung und des Bauens im Bestand
Besondere Sorgfalt verlangte die neue Haustechnik. Heizung, Wasser, Lüftung und Datentechnik wurden vollständig neu erstellt und unter anderem im historischen Kutscherhaus untergebracht. Eigens errichtete Medienkanäle unter dem Anbau verbanden diese Technik mit dem Hauptgebäude.

Fazit
Das House Mandlstraße steht beispielhaft für die Bandbreite der Hönninger Bauunternehmung. Wo ein denkmalgeschütztes Gebäude mitten in der Stadt neues Leben erhält, kommt es auf Erfahrung, technisches Können und ein feines Gespür für den Bestand an. Genau diese Qualitäten haben das Familienunternehmen über mehr als sieben Jahrzehnte zu einem festen Bestandteil des Münchner Stadtbilds gemacht.