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Hönninger Referenzen: Erweiterter Rohbau an der Ludlstraße

1. Oktober 2026

Von oben betrachtet ergibt das Quartier an der Ludlstraße, wo die Münchner Stadtbezirke Laim und Hadern aneinandergrenzen, ein ungewöhnliches Bild. Sechzehn Punkthäuser mit fünfeckigem Grundriss verteilen sich über das Gelände. Dazwischen liegen Höfe, Wege und Grünflächen, nach Süden schließt ein langgestreckter Baukörper das Ensemble ab.

Hinter dieser Anordnung steckt ein Bauvorhaben von beachtlicher Größe: 373 Wohneinheiten, eine rund 250 Meter lange Tiefgarage und insgesamt 25 Gebäude, die in einem eng getakteten Ablauf entstanden. Die Hönninger Bauunternehmung realisierte das Wohnquartier für die städtische Wohnungsbaugesellschaft GEWOFAG als erweiterten Rohbau. Es zeigt, wie viel Planung und Abstimmung nötig sind, damit ein ganzes Quartier zur richtigen Zeit an der richtigen Stelle wächst.

Fünf Fassadenseiten pro Haus verlangten auf der Baustelle viel Präzision.

Fünf Ecken pro Haus

Das prägende Merkmal des Quartiers sind die polygonalen Punkthäuser. Jedes von ihnen steht auf einem fünfeckigen Grundriss, die Fassaden weisen dadurch in fünf verschiedene Richtungen. Die Häuser lassen sich so versetzt zueinander anordnen, aus der Luft entsteht ein lebendiges Bild, das mit klassischen Zeilenbauten wenig gemein hat.

Auf der Baustelle bedeutete die Form vor allem eines: viele Ecken und Winkel abseits des rechten Winkels. Schalungen, Wandanschlüsse und Putzflächen mussten auf diese Geometrie abgestimmt werden, und zwar bei jedem der sechzehn Häuser aufs Neue.

Aus der Luft wird die besondere Form der Punkthäuser an der Ludlstraße sichtbar.

Eine Tiefgarage als gemeinsames Fundament

Was man an der Oberfläche kaum ahnt: Unter dem Quartier liegt eine eingeschossige Tiefgarage von rund 250 Metern Länge. Sie erstreckt sich über die Bauabschnitte 1 und 3 und verbindet gut zwei Drittel aller geplanten Gebäude im Untergeschoss miteinander. Rund 250 Pkw finden hier Platz, dazu kommen großzügig bemessene Fahrradstellplätze. Für den Brandschutz ist die Garage in vier verbundene Rauchabschnitte gegliedert, die im Ernstfall die Ausbreitung von Rauch begrenzen.

Eine Besonderheit liegt in der Statik. Fast alle Häuser stehen auf massiven Überzügen auf der Tiefgaragendecke. Überzüge sind kräftige Träger, die oberhalb der Decke verlaufen. Sie nehmen die Lasten der darüberliegenden Wohngeschosse auf und leiten sie gezielt in die Konstruktion der Garage ab. Für den Rohbau hieß das: viel Beton, viel Bewehrung und ein genau abgestimmtes Zusammenspiel zwischen Tiefgarage und Hochbau.

Ein Terminplan im Wochentakt hielt 25 Gebäude und 26 Firmen im Gleichschritt.

Ruhe trotz A96

Eine weitere Aufgabe ergab sich aus der Lage. An der Südseite grenzt das Grundstück an die Autobahn A96. Damit das Quartier dennoch ein angenehmer Ort zum Wohnen ist, entstand dort eine langgezogene Lärmschutzbebauung. Wie ein schützender Vorhang schirmt sie die Punkthäuser gegen Lärm und Emissionen ab. Die Höfe und Wege dahinter profitieren von dieser Abschirmung jeden Tag.

Eine Kalenderwoche pro Geschoss

Die größte organisatorische Herausforderung lag in der Zeitplanung. Um das Bauvorhaben im vorgegebenen Zeitrahmen umzusetzen, arbeiteten alle Beteiligten nach einem im Wochentakt synchronisierten Bauterminplan. Er wurde für jedes der 25 Gebäude getrennt aufgestellt und konsequent eingehalten.

Das Prinzip dahinter: Jedem Geschoss eines Gebäudes war für ein Gewerk genau eine Kalenderwoche zugeordnet. Vereinfacht gesagt arbeitete ein Gewerk eine Woche lang im ersten Obergeschoss, zog in der folgenden Woche ein Stockwerk höher und machte damit Platz für das nachfolgende Gewerk. So rückten die Arbeiten wie in einer Kette durch die Häuser. Jede Verzögerung an einer Stelle hätte sich auf alle folgenden Schritte ausgewirkt. Entsprechend genau mussten Anlieferungen, Personal und Material aufeinander abgestimmt sein. Insgesamt galt es, 26 beteiligte Firmen und 16 Ingenieur- und Planungsbüros zu koordinieren.

Erweiterter Rohbau: Die Leistungen der Hönninger Bauunternehmung

Die Hönninger Bauunternehmung übernahm an der Ludlstraße neben dem klassischen Rohbau zahlreiche weitere Gewerke aus einer Hand. Das Leistungspaket umfasste:

  • Rohbau und Erdarbeiten einschließlich Restaushub und Verfüllung
  • Grundleitungen
  • Wärmedämmarbeiten innen
  • Innenputz
  • Abdichtungsarbeiten
  • befahrbare Beläge
  • Gerüstarbeiten

Von Baubeginn im Oktober 2017 bis zur Fertigstellung im Dezember 2021 entstanden auf einem rund 30.000 m² großen Grundstück 56.400 m² Brutto-Geschossfläche. Die gesamte Projektfläche umfasste 41.600 m².

Fazit

Das Quartier an der Ludlstraße zeigt, was den erweiterten Rohbau der Hönninger Bauunternehmung auch bei großen Projekten auszeichnet: viele Gewerke aus einer Hand, eine durchdachte Taktplanung und die Erfahrung, anspruchsvolle Geometrien und Konstruktionen sicher umzusetzen. Fünfeckige Häuser auf einer gemeinsamen Tiefgarage, ein Schutzriegel zur Autobahn und ein Terminplan, in dem jede Woche zählte: Am Ende standen 373 neue Wohneinheiten zwischen Laim und Hadern. Seit über 75 Jahren gestaltet das Familienunternehmen die Stadt auf diese Weise mit, Projekt für Projekt.

Mehr über die Hönninger Bauunternehmung finden Sie auf www.hoenninger.de.