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Das Energiekonzept von ALTO30: Wärme aus der Tiefe, Komfort durchs ganze Jahr
25. Mai 2026
Energie ist im Alltag meistens unsichtbar. Man bemerkt sie erst, wenn die Wohnung im Winter angenehm warm ist oder wenn am Jahresende die Nebenkostenabrechnung im Briefkasten liegt. Bei einem Neubau fällt die Entscheidung darüber lange vor dem Einzug: Wie wird das Gebäude beheizt, woher kommt die Energie, und wie viel davon wird am Ende überhaupt benötigt? Beim Wohnbauprojekt ALTO30 in München-Aubing greifen dafür mehrere Bausteine ineinander. In diesem Beitrag schauen wir uns an, wie das Energiekonzept aufgebaut ist und was die künftigen Bewohnerinnen und Bewohner davon haben.

Alles beginnt mit einer guten Gebäudehülle
Bevor das erste Grad Wärme erzeugt wird, zählt die Hülle des Hauses. Eine leistungsstarke Dämmung an Wänden, Dach und Fenstern hält die Wärme im Winter dort, wo sie gebraucht wird, und sperrt die Hitze im Sommer aus. Das Ergebnis ist ein stabiles Raumklima, das kaum von den Temperaturen vor der Haustür abhängt.
Genauso wichtig ist der Spareffekt: Je weniger Energie durch die Hülle verloren geht, desto weniger muss überhaupt nachgeliefert werden. Die gut gedämmte Bauweise von ALTO30 bildet damit die Grundlage für alles, was danach kommt.

Das Herzstück: eine Grundwasserwärmepumpe

Die Wärme für ALTO30 kommt aus dem Boden, genauer gesagt aus dem Grundwasser. Der Standort in Aubing bietet dafür ideale Voraussetzungen, denn das Grundwasser steht hoch an und ist in großer Menge vorhanden. Florian Schnell, Geschäftsführer der Hönninger SF-Bau, nennt genau diese günstige Ausgangslage als Grund für die Wahl der Technik.
Das Prinzip ist überraschend elegant. Über Brunnen wird Grundwasser zur Heizzentrale im Gebäude geleitet. Dort entziehen Wärmetauscher dem Wasser seine Energie. Ein Kältemittel nimmt die Wärme auf, ein Verdichter erhöht den Druck, und dabei steigt die Temperatur so weit, dass sie zum Beheizen der Wohnungen genügt. Das abgekühlte Wasser fließt anschließend über einen Schluckbrunnen zurück ins Erdreich. Sensoren überwachen dabei laufend, wie viel Wasser gefördert wird und mit welcher Temperatur es zurückgeführt wird.
Besonders überzeugend ist die Effizienz: Aus einer Kilowattstunde Strom gewinnt die Anlage bis zu fünf Kilowattstunden Wärme. Den Großteil der Energie liefert also die Natur, und das ganz ohne fossile Brennstoffe. Für die Bewohnerinnen und Bewohner bedeutet das niedrige Heizkosten und Unabhängigkeit von schwankenden Öl- und Gaspreisen. Hinzu kommt, dass die Wärmepumpe wenige Verschleißteile besitzt und entsprechend wartungsarm läuft.
Im Winter heizen, im Sommer angenehm temperieren
Das konstant kühle Grundwasser hat noch einen weiteren Vorzug. Dieselbe Anlage, die im Winter heizt, kann an heißen Tagen zum Temperieren der Räume beitragen. Zusammen mit der starken Dämmung sorgt das dafür, dass die Wohnungen auch im Hochsommer angenehm bleiben. Ein Konzept also, das sich über alle Jahreszeiten hinweg bezahlt macht.
Wärme, die gleichmäßig ankommt
Verteilt wird die gewonnene Wärme über eine Fußbodenheizung, die sich in jeder Wohnung raumweise einstellen lässt. So bleibt das Schlafzimmer auf Wunsch etwas kühler als das Wohnzimmer, ganz nach persönlichem Geschmack. Fußbodenheizungen arbeiten mit niedrigen Vorlauftemperaturen und passen damit perfekt zur Wärmepumpe, denn beide entfalten ihre Stärke gerade dann, wenn keine hohen Temperaturen nötig sind. Das Resultat ist eine behagliche, gleichmäßige Wärme bei geringem Energieeinsatz.

Schon heute für morgen gerüstet
Das Energiekonzept denkt über den heutigen Tag hinaus. Die Dachflächen und Anschlüsse von ALTO30 sind für eine Photovoltaikanlage vorbereitet, sodass die Hausgemeinschaft künftig Strom für gemeinschaftliche Zwecke selbst erzeugen kann. Auch die Mobilität ist mitgedacht: Jeder Stellplatz in der Tiefgarage ist für eine Lademöglichkeit vorbereitet, und für E-Bikes stehen abschließbare Steckdosen bereit. So wächst das Gebäude mit den Bedürfnissen seiner Bewohner mit.
GEG 40 EE: ein Standard mit handfesten Vorteilen
All diese Bausteine zahlen auf einen anspruchsvollen Energiestandard ein: GEG 40 EE. Die Zahl 40 bedeutet, dass das Gebäude nur 40 Prozent der Primärenergie eines gesetzlich definierten Referenzhauses benötigt. Das Kürzel EE steht für erneuerbare Energien und besagt, dass ein wesentlicher Teil des verbleibenden Bedarfs aus regenerativen Quellen gedeckt wird. Für die Praxis heißt das vor allem dreierlei:
- Planbare Betriebskosten, weil der Energiebedarf dauerhaft niedrig bleibt.
- Hohe Wohnqualität durch ein behagliches Klima zu jeder Jahreszeit.
- Wertstabilität, weil das Gebäude schon heute strenge Anforderungen künftiger Vorgaben erfüllt.
Fazit
Das Energiekonzept von ALTO30 lebt vom Zusammenspiel. Gut gedämmte Gebäudehülle, Grundwasserwärmepumpe, Fußbodenheizung und die Vorbereitung für Photovoltaik ergänzen sich zu einem stimmigen Ganzen.
Daraus entsteht ein Zuhause, das im Betrieb günstig, im Alltag komfortabel und für die Zukunft gut aufgestellt ist. Wer Wert auf niedrige Energiekosten, ein angenehmes Raumklima und eine langfristig solide Immobilie legt, findet hier ein Konzept, das diese Ansprüche von Grund auf mitdenkt.